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Es werden Posts vom Dezember, 2016 angezeigt.

Pluralismus ist für alle da!

Ich habe vor einigen Wochen öffentlich damit begonnen mich über die populistischen Unzulänglichkeiten der aktuellen politischen Strukturen zu echauffieren. Heute an meinem Namenstag möchte ich einen radikalen Denkansatz aufs Tapet bringen: wer sagt eigentlich, dass wir unsere Politiker wählen müssen?

Alle 2 bis 3 Jahre werde ich zu den unterschiedlichen Anlässen von den verschiedenen wahlwerbenden Parteien zu den Urnen motiviert. Manchmal wähle ich Parteien, ansonsten wähle ich von Parteien aufgerufene Personen (Bundespräsident, Bürgermeister, Vorzugsstimmen). Manche Gremien kann ich in Österreich gar nicht wählen: Bundesrat, Bezirks- und Ministerial-Beamte, Diplomaten, Richter, oberste Polizeiorgane, Schulaufsichtsbehörden, Sozialversicherungsvorstände usw. diese werden von politischen Parteien ernannt oder werden innerorganisatorisch nachbesetzt, obwohl sie einen immensen Einfluss auf mein Leben haben.
Mir als Wähler wird vorgegaukelt, dass ich mit meiner Stimme demokratischen Einfl…

Stadt-Land-Heimat

In der Analyse der letzten Wahlen stellt man fest, dass sich scheinbar unter dem Radar der Medien und abseits der aggressiven, nationalistischen und oftmals rassistischen Rhetorik der populistischen Trickpolitiker noch weitere Situationen ergeben haben. Es folgen die für mich 10 wichtigsten Punkte warum Populismus auf fruchtbaren Boden fällt und wie bzw. warum sich unser Wahlverhalten verändert hat: Stadt-Land-Gefälle: Es gibt eine noch nie da gewesene Abwanderung von jungen Menschen vom Land in die Städte. Dadurch entsteht am Land eine Überalterung. Die oftmals durchaus wohlhabenden Eltern bleiben in deren Häusern allein zurück. Die Infrastruktur (Schulen, Geschäfte, Restaurants, öffentlicher Verkehr, Schwimmbäder usw.) am Land reduziert sich. Das Bildungs- oder auch Kulturangebot sinkt- dadurch haben die Menschen am Land das Gefühl zu verlieren. Die Wahlergebnisse in den Städten sind liberal/links - die am Land daher mehrheitlich nationalistisch/konservativ.
Neben der Zuwanderung der …

Demokratie ist kein Ponyhof ...

Weltweit erleben wir gerade ein politisches Phänomen, von dem ich persönlich eigentlich dachte, dass es schon überwunden wäre. Aber ich gebe zu, die Zeichen der Zeit entweder nicht erkannt oder (was ich eher befürchte) verdrängt zu haben. Ich spreche von den Orbans, den Kaczyńskis, den Erdogans, einer Tea-Party, den Wahren-Finnen oder der PEGIDA-Bewegung. Aber auch von Tzipras, Grillo und Podemos am linken Spektrum. Personen und Bewegungen die sich aus unterschiedlichen Voraussetzungen in deren Ländern in das politisch-demokratische Gefüge gedrängt haben. Zugegeben die eben erwähnten agieren auf globalen Nebenschauplätzen, doch in Summe und vor allem mit der Wahl von Trump zum zukünftigen US-Präsidenten und dem BREXIT sind die Populisten endgültig ins globale politische Zentrum gerückt. Dazu prognostiziere ich wenig verwunderlich in den kommenden Jahren weitere massive Erfolge der Nationalisten z.B. in Frankreich, den Niederlanden, in Deutschland und natürlich auch in Österreich: oder…